21 Teatime at the BBC

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Teatime at the BBC

Sonntag, 30. Oktober, 17.00 Uhr im Ruhrpott. Ich hatte mich gerade

warm eingepackt und wollte eine lockere Seniorenrunde joggen gehen, als

mich mit einem lauten Gong eine SMS auf dem Handy ereilte. Ein unbekannter

Mensch stellte mir die Frage: Are you at work ? Gemäß meinem Grundsatz, bei Kurzmitteilungen nie mehr als zwei Zeichen zu verwenden, antwortete ich wahrheitsgemäß : NO

Kaum war ich drei Schritte vom Handy entfernt, klingelte das Teil hektisch vor sich hin. Obwohl ich grundsätzlich kein Freund von Handygesprächen bin, erkannte ich eine ausländische Anrufernummer und habe das Gespräch entgegen genommen.

Am anderen Ende sprach unser Veltins- und Currywurst-Tester Shane in England mit mir. Er erinnerte an ein Gespräch vor Monaten, bei dem er mich gefragt hat, ob ich ein Interview für das englische Fernsehen geben würde. Natürlich habe ich damals zugesagt und seitdem ist nix mehr passiert.

BIS JETZT !

Die BBC News wollten mich heute interviewen. Und zwar im Rahmen einer weltweit gesendeten Fernseh-Livesendung um 20.00 Uhr. Es ging um das Thema: Chelsea-Fans haben Probleme mit Roman Abramovic – Welche Macht haben die Fans in Schalke ?

Ok, nach einem ersten Schock traute ich mir das Thema zu und die Live-Schalte würde ich schon irgendwie hinbekommen. Um 17.15 Uhr rief mich die BBC-Redaktion an und teilte mir kurz das Thema mit. Nach etwas Smalltalk kam der BBC-Mensch auf die gute Idee, dass ich doch besser über eine Skype-Schaltung in die Sendung passen würde. Ich sagte eine Prüfung zu und er wollte sich um 18.00 Uhr wieder melden.

Mittlerweile war es mir in den dicken Jogging-Klamotten doch etwas warm geworden und ich legte die Jacke beiseite. In Ermangelung einer eigenen Internetkamera rief ich Tochter Lisa zu Hilfe. An ihrem Netbook war so ein Teil integriert. Sie erhielt den Auftrag, das Gerät Skype-fertig zu machen. Hektisch wurde nach dem Netzkabel gesucht, externe Boxen waren erforderlich, da man sonst fast nix verstehen konnte und alle zusätzlichen Lampen des Hauses wurden in mein kleines Zimmer geschleppt, da es etwas zu dunkel war.

Nachdem das Gerät funktionierte, bemerkte ich im Hintergrund des Skype-Bildes meine große Metallica-Flagge. Das ist zwar klasse, aber leider hier unpassend. Eine Schalke-Flagge musste her. Mit vereinten Kräften arbeitete die Familie an der Befestigung des Schalke-Materials. Mit Nägeln, Heftzwecken und Klebeband wurde das Zeugs befestigt. Im Bild wirkte es gut, in echt sah es chaotisch in meinem Zimmer aus. Außerdem wurde mein Regal mit Metallica & Schalke – Kult-Stücken komplett abgeräumt und die Brocken flogen im ganzen Zimmer rum…

Nachdem alle Leuchtmittel aufgestellt waren, wurde das Zimmer angenehm warm. Zu allem Überfluss musste das Fenster geschlossen werden, da der Wasserfall meines Gartenteichs zu laut plätscherte.

Um 18.05 Uhr rief die BBC erneut an. Der Skype-Kontakt wurde hergestellt, und ich erhielt letzte Anweisungen. Die Sendung würde zwischen 20.00 und 21.00 Uhr laufen und man würde mich dann live dazuschalten, wenn das Thema –Fanmacht- besprochen wird. Ich erhielt eine eMail, mit netten Bildern, wie man NICHT vor der Kamera sitzen sollte – drollig ! Ach ja, und dann bemerkte der BBC-Herr noch am Rande, dass es doch recht dunkel in dem Zimmer wäre. Na Bravo.

Da wir bereits alle mobilen Lampen im Zimmer aufgebaut hatten, ging ich rüber zu Webmaster Stefan. Wir bauten seinen Wohnzimmer-Deckenfluter ab und schleppten ihn in mein Zimmer. Fortan saß Familie Blieffert im Dunkeln 😉

Es war dann doch noch etwas Zeit, und ich bin zur Beruhigung etwas Laufen gegangen. Pünktlich um 19.45 Uhr saß ich vor der Netbook-Kamera, alle Leuchtmittel strahlten, die Raumtemperatur lag bei gefühlten 120° C und die gesamte Familie wartete auf die Live-Schaltung. Leider konnten wir die laufende Sendung nicht verfolgen, weil wir die BBC-News nicht so schnell eingestellt bekamen.

Es verging nur eine schlappe Stunde, aufgrund der Raumtemperatur glühte ich bereits wie eine Osramlampe, bis man mich anrief und ich mithören konnte. Man würde mich jetzt jeden Moment ansprechen und ich wäre dann auf Sendung.

Der Live-Ton war jetzt zu hören, im Netbook sah ich nur mich. Zu meinem Entsetzen sprach man in der Sendung über Rassismus-Vorwürfe gegen John Terry. Ein ganz anderes Thema. Außerdem plauderte die Moderatorin deutlich schneller, als der BBC-Redakteur. Prost Mahlzeit.

Überraschend wurde dann schlagartig das Thema gewechselt, man kündigte einen Vertreter des Schalke FanClubs UK an und ich war auf Sendung. Wie üblich laberte ich los und nach einigen Minuten war der Spuk zu ende. Es gab noch ein :

„Thanks Chris, it was a pleasure to have you in the show“ und die Übertragung war gelaufen. Anschließend bauten wir das Zimmer wieder 30 Minuten lang um. Stefan bekam sein Licht zurück und das Zimmer glühte langsam aus.


Tea Time at the BBC

Sunday, October 30 at 17.00 in the Ruhrgebiet. I had just wrapped up and wanted to go jogging on a loose Seniors Round, as I received a SMS with a loud gong on the phone. A stranger, an unknown person asked me the question: Are you at work? According to my principle never to use more than two characters in text messages, I answered truthfully: NO
As soon as I took three steps from your phone away, it rang frantically to itself. Although I am generally not a fan of mobile phone conversations, I realized it was a foreign number and accepted the call.
At the other end of the line is our Veltins and Currywurst tester Shane from England. He recalled a conversation a few months ago, in which he asked me if I would give an interview to British television. Of course, I promised, and since then nothing more happened.
UNTIL NOW !
The BBC News wanted to interview me today as part of a worldwide broadcast television live broadcast at 20.00pm. The topic was: Chelsea fans have problems with Roman Abramovic – How much power do the fans have at Schalke?
Ok, after a first shock I got my thoughts together and thought somehow i would manage the live broadcast . At 17.15 the BBC called me to the BBC Editorial and informed me shortly about the theme. After some small talk the BBC man came up with the good idea that I would be a better fit over a Skype-circuit in the program. I said ok and he wanted to call me back at 18.00.
Meanwhile, it was getting a little warm with the thick jogging clothes on me and I took the jacket off. In the absence of the Internet camera I called daughter Lisa to help. On her notebook was a part integrated for skype. So she received the order to make the device Skype-ready. She frantically searched for the power cord, external speakers were necessary because otherwise you almost could not anything understand anything and all additional lights of the house were hauled in my little room, because it was a bit too dark.
After the device worked, I noticed my big Metallica flag in the background of the Skype image. While this is great, unfortunately its inappropriate here. A Schalke flag was needed. By joining forces, the family worked on the fixing of the Schalke material. The stuff was attached with nails, tacks and tape . Pictured it looked good, in reality it looked chaotic in my room. Besides, my shelf with Metallica & Schalke – cult pieces was cleared completely and the scraps flew across the room …
After all the bulbs were placed, the room was pleasantly warm. To make matters worse, the window had to be closed because of the waterfall in my garden, the pond splashing too loud.
At 18.05 the BBC phoned again. The Skype contact was made, and I received final instructions. The program would run between 20.00 and 21.00 and they would switch to me when the issue is discussed -Fanpower-. I received an email, with nice pictures, as to how one should not sit in front of the camera – funny! Oh, and then the BBC Mr. noticed even in passing that it would be quite dark in the room. Great.
Since we had already put all mobile lamps in the room, I walked over to Webmaster Stefan. We attached floodlights to his living room ceiling and dragged him into my room. Henceforth, Family Blieffert sat in the dark 😉
There was still a little time left, so I went running to calm me down. On time at 19.45 I sat in front of the notebook camera, all the lights shone, the room temperature was a felt 120 ° C and the whole family was waiting for the live switch. Unfortunately, we could not follow the current program, because we did not get the TV adjusted quick enough to BBC News.
It took just a measly hour, due to the room temperature, I was burning like a light bulb until they called me and I could hear. One would now speak to me at any moment and I would be on the air.
The live sound was now heard, the notebook was just showing me. To my horror, there was talk in the program about racism allegations against John Terry. A completely different topic. In addition, the presenter talked much faster than the BBC’s editor. Cheers.
Surprisingly, the topic was then abruptly changed, they announced a representative of Schalke FanClub UK and I was on the air. As usual, I rabitted on and after a few minutes the nightmare was to end. A final:
„Thanks Chris, it was a pleasure to have you in the show“ and the transmission was over. Then we changed the room back again to 30 minutes. Stefan got back his light and the room slowly glowed.

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